
Frankfurt |
| Das Zentrum der
Altstadt bildet der Römerberg, einer der Größten
Sehenswürdigkeiten der Mainmetropole. Die Gebäude rund um den kofpsteingepflasterten Platz wurden nach alten Vorbildern wieder im Stil des 13. - 15. Jhd aufgebaut, da die alte König- und Kaiserstadt während des II. Weltkrieges schwer zerstört wurde. Das bedeutendste Gebäude ist der Römer selbst, wie die Frankfurter ihr Rathaus nennen. Seit 1152 fanden im Römer die deutschen Königswahlen sowie die pompösen Krönungsfeierlichkeiten der Könige und später der Kaiser statt. Der Kaisersaal mit seinen 52 Kaiserbildnissen ist heute, außer bei Empfängen, der Öffentlichkeit zugänglich. Am Krönungstag floß aus dem Justitiabrunnen (Gerechtigkeitsbrunnen) in der Mitte des Rathaus-, Markt- und zugleich Festplatzes roter Wein. Von der Ostseite des Römerbergs gelangt man zum Dom (13. - 15. Jhd erbaut) in welchem ab 1562 die Kaiser gekrönt wurden. Aufgrund der "Goldenen Bulle" (1356) welcher den Dom als zukünftigen Wahlort von Königen bestimmte erweiterte man diesen um eine Wahlkapelle. Von dem 95 m hohen Westturm des Doms erhält man einen herrlichen Blick über die Stadt. In Nordwestliche Richtung steht die Paulskirche, ein Symbol für Freiheit und Demokratie. Hier tagte 1848 - 49 die Erste Deutsche Nationalversammlung. Nur 400m weiter in nördliche Richtung gelangt man zur barocken Hauptwache, dem Mittelpunkt der Innenstadt. Sie wurde 1729 - 31 als Wachlokal mit einem Gefängnis für sogenannte leichte Vergehen errichtet. Durch den U-Bahn-Bau entstand unter dem Platz eine ausgedehnte Geschäftspassage. In östliche Richtung beginnt die Zeil. Hier sollte man einen Bummel durch die berühmte Einkaufsmeile, der baumbestandenen Fußgängerzone, auf keinen Fall versäumen. Besonders bemerkenswert ist die Zeilgalerie mit ihren gläsernen Fahrstühlen und einer Disco in der obersten Etage. Ebenso interessant ist die Große Bockenheimer Straße, welche durch ihre Spezialitätengeschäfte im Volksmund die "Freßgass" genannt wird. Die traditionelle Einkaufsstraße, heute Fußgängerzone, liegt mit ihren eleganten Geschäften und Restaurants westlich der Hauptwache und endet am Opernplatz. Die "Alte Oper" wurde 1873 - 80 im Stil der italienischen Hochrenaissance erbaut. Heut ist die restaurierte Ruine des prachtvollen Repräsentationshauses wieder der kulturelle Mittelpunkt Frankfurts, in welchem jährlich über 600 Veranstaltungen stattfinden. Wer sich für das hektische Treiben der Broker interessiert, der hat die Möglichkeit nach Voranmeldung als Besucher die wichtigste Wertpapier Börse Deutschlands zu erleben. Man findet sie nur wenige Meter von der Hauptwache in nördliche Richtung. Nach der Börse stößt man auf den 47 m hohen Eschenheimer Turm der 1428 auf einem bereits vorhandenden Tor errichtet wurde. Er war einer von insgesamt 42 Wehrtürmen entlang der mächtigen Stadtmauer welche die im Mittelalter Freie Reichsstadt umgab. Besonders bemerkenswert sind die beiden Steinreliefs welche den Reichsadler und den Frankfurter Adler abbilden. Die alten Befestigungen ließ Napoleon dem Erdboden gleich machen und legte Grünanlagen an. Auf diese Art und Weise sind unter anderem die Gallus- und Taunusanlage entstanden, ebenso ein Halbkreis aus Grünanlagen, der von der Obermainbrücke um die innere Stadt herum bis zur Untermainbrücke führt. Überquert man an dieser Stelle den Main befindet man sich am Schaumainkai, dem bekannten Museumsufer, wo sich ein Museum ans andere reiht. Es ist aber auch möglich von der Innenstadt über den Eisernen Steg, eine Fußgängerbrücke von 1868 ans linke Museumsufer ins Stadtteil Sachsenhausen zu gelangen. Wer Lust auf Ruhe und Entspannung verspürt sollte sich den Palmengarten gönnen. In dem Erholungszentrum nur 1 1/2 km außerhalb der Innenstadt findet sich eine heimische, tropische und subtropische Flora in mehreren Gewächshäuser und auf einem umfangreichen Freigelände. In einem überdimensionalem Gewächshaus, dem Palmenhaus, wird einem das Gefühl vermittelt mitten im Urwald zu stehen. Vogelgezwitscher und ein Wasserfall runden diese Atmosphäre noch ab. Nur 1 km entfernt steht der Europaturm, ein Fernmeldeturm. Er ist mit seiner Höhe von 334 m nicht nur der höchste Turm Frankfurts, sondern auch von Deutschland und einer der größten der Welt. Von der Aussichtsplattform und dem Drehrestaurant im Turm bietet sich ein Blick über die ganze Stadt bis zum Taunus und Odenwald, sowie über den Frankfurter Flughafen, den wichtigsten deutschen Flughafen im internationalem Flugverkehr und Dreh- und Angelpunkt des deutschen Luftfrachtverkehrs. Auch vom Henninger Turm im Stadtteil Sachsenhausen bietet sich ein toller Stadtrundblick. Der 120 m hohe Turm mit Aussichtsplattform, Drehrestaurant und Brauerei-Museum ist eigentlich das Silo der Henninger Brauerei. Die Skyline der deutschen Wirtschafts- und Handelsmetropole, Zentrum von Finanz- und Kreditwesens wird von den Verwaltungspalästen, den Wolkenkratzern bestimmt. Über 400 Kreditinstitute, nationale wie internationale Banken haben sich hier angesiedelt. Darunter befindet sich hier auch der Sitz der Europäischen Zentralbank, Deutschen Bundesbank und Landeszentralbank Hessen. Als Messestadt hat Frankfurt ebenfalls internationale Bedeutung. Auf dem 400 000 m² großen Messegelände mit 10 Hallen, darunter der Festhalle, finden Deutschlands größte Messen wie die internationale Buchmesse oder alle 2 Jahre die IAA (internationale Automobilausstellung) statt. Die Festhalle selbst ist für ihre Konzerte bekannte. Weithin sichtbar ist die Messe durch den 256m hohen Messeturm in Form eines Bleistiftes, wie dieser Turm auch in der Bevölkerung genannt wird. Direkt bei der Messe befindet sich das bekannte Naturmuseum Senckenberg, eines der bedeutendsten naturkundlichen und historischen Museen Europas. Im Stadtteil Sachensenhausen kommen die Nachtschwärmer auf ihre Kosten. Denn in der kopfsteingepflasterten Fußgängerzone Alt-Sachsenhausens, zwischen dem Eisernen Steg und Obermainbrücke reihen sich an die 120 "Ebbelwoi" (Apfelwein) Kneipen aneinander. Dementsprechend herrscht hier nachts ein reges Treiben. Zum "Ebbelwoi", oft serviert im "Bembel" (Steinkrug), ißt man "Handkäs mit Musik" (Magermilchkäse mit Essig, Öl und Zwiebel) oder Sauerkraut mit Rippchen. An den Wochenenden fährt nachmittags vom Ostbahnhof nach Sachsenhausen der "Ebbelwei-Expreß", eine nostalgische Straßenbahn. Im Fahrpreis inbegriffen ist eine Flasche "Ebbelwei" oder Apfelsaft. Wie man feststellen muß, ist Frankfurt nicht nur eine Stadt für Banker und Geschäftsleute, sondern bietet trotz ihrer modernen Skyline zahlreiche historische Baudenkmäler und Stadtromantik. |
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